2026 04 05 - Tag 3 - Ein Ausflug nach Postojna

Euch heute habe ich den Vormittag in Ljubljana verbracht. Die typischen touristischen Pfade habe ich aber verlassen, und bin zuerst in den Tivoli Park spaziert. Der Park verbindet heute zwei alte Parks rund um das Schloss Tivoli (früher Schloss Unterthurn) und um das Schloss Cekin.

Dann bin ich noch an den letzten Resten der römischen Stadtmauer von Emona vorbei gekommen. Leider wurde hier vom Architekten Jože Plečnik die Befestigungsanlagen “erneuert” - römisch ist da nur mehr das Baumaterial (siehe unten links und rechts in der oberen Reihe).

Am Nachmittag ging es dann nach Postojna. Erster Besichtigungspunkt war die Höhlenburg Predjama. Im 12. Jahrhundert wurde in die unzugängliche Felswand eine Burg gebaut. Der Wohntrakt der alten Burg lag an der Stelle der jetzigen Anlage, es ist übrigens die größte Höhlenburg der Welt.

Von Außen ist die Burg ja schon ein Hingucker - so an den Berg geschmiegt. Aber auch Innen fand ich das heute sehr interessant. Mit einem Audioguide bewaffnet, erkundet man (über viele unebene Treppen) die Burg, auch die Teile die wirklich in der Höhle dahinter liegen.

Bekanntester Burgherr war der Raubritter Erasmus von Luegg. Er hat es scheinbar sehr bunt getrieben und sollte verhaftet werden. Die Belagerung der Burg dauert über ein Jahr - durch das Höhlensystem konnte er sich scheinbar mit frischen Lebensmitteln versorgen. Und Wasser ist in Karsthöhlen eigentlich nie ein Problem. Ein Verrat hat ihn dann aber das Leben gekostet - und das auf der Toilette - dort schlug eine Kanonenkugel ein, just in dem Moment als er dort war (der Verräter in der Burg hatte mit einer Kerze ein Zeichen an die Belagerer gegeben). Wahrheit oder Legende für uns Touristen - Man weiß es nicht!

Danach ging es in die nahen Adelsberger Grotten - oder wie sie heute heißen “Die Höhlen von Postojna”.

Hier befindet sich die zweitgrößte für Touristen erschlossenen Tropfsteinhöhlen der Welt. Das gesamte Höhlensystem ist 24 Kilometer lang. Der erschlossene und ganzjährig für den Tourismus geöffnete Teil umfasst 5 km, wovon man 3,5 km mit einem Zug zurücklegt. 

Schon 1213 ist der erste Besuch der Höhle belegt, bis 1884 konnten Besucher mit Kerzen die Höhle bestaunen. Dann wurde elektrisches Licht installiert. Auch unsere Kaiser kamen zu Besuch. 1857 kamen Franz Josef und Elisabeth, und die Grotte wurde nach ihnen umbenannt.

Meine Lieblings-Stalaktiten sind übrigens die, die aussehen als wäre es ein dünner in Falten gelegter Stoff. Ein Wahnsinn was die Natur alles vollbringt.

2026 04 04 - Tag 2 - Ein Ausflug nach Bled

Heute habe ich wieder einiges erlebt und gesehen. Erst einmal bin ich zum Friedhof Žale. Žale bedeutet Totenkapelle und diese wurden hier 1940 von Jože Plečnik entworfen. Seine Werke machen Ljubljana zur UNESCO Welterbestätte.

Nach dem Friedhofsbesuch bin ich dann wieder in die Altstadt spaziert. Denn als nächstes wollte ich eine Bootsfahrt machen - etwas was ich immer gerne in jeder Stadt mache, den vom Fluss eröffnen sich immer neue Perspektiven.

Gesagt, getan - eine 3/4 Stunde sind wir erst durch die Altstadt und dann auch ins Grüne gefahren. Überhaupt finde ich das Ljubljana eine sehr grüne Stadt ist. Aber das ist Slowenien ja generell - es ist berühmt für die wunderschöne Natur.

Nach der entspannten Flussfahrt, bin ich dann nochmals durch die Altstadt spaziert. Und wie immer habe ich natürlich auch Neues entdeckt, das mir gestern entgangen ist.

So zB das Rathaus - ok von Außen habe ich gestern schon bewundert, aber das man auch einfach in den Hof gehen kann (und dort 2 kleine Fotoausstellungen gratis besuchen kann) ist mir gestern entgangen.

Nach einer kleinen Pause ging es dann nach Bled. Dieser Luftkurort ist irgendwie ein Sehnsuchtsort für mich. 2019 bei der Weihnachtstour habe ich mich in diesen Ort verliebt. Klar, es ist total touristisch hier, aber gleichzeitig ist es so wunderschön.

Hier im See ist übrigens die einzige Insel Sloweniens. Und auf die habe ich es wieder nicht geschafft (was aber weniger an der Zeit lag, sondern wahrscheinlich daran das ich wiederkommen möchte und dafür eine Ausrede brauche).

Auf der Bleder Insel wurden Spuren einer prähistorischen (11. bis 8. Jh. v. Chr.) und slawischen Siedlung (9. bis 10. Jh.) gefunden. Im Frühmittelalter befand sich am Platz der heutigen Kirche eine vorchristliche, wahrscheinlich altslawische Kultstätte.

Besucht habe ich dieses Jahr aber die Burg von Bled. Die Burg steht auf dem Scheitel eines freistehenden Felsblocks direkt am nördlichen Seeufer 139 m über dem Bleder See. Sie zählt zu den ältesten Baudenkmälern Sloweniens. Und ja ich bin da zu Fuß hinauf gegangen und auch wieder hinunter. 

Die erste Erwähnung der in der Mark Krain liegenden Burg stammt vom 22. Mai 1011, als König Heinrich II. Bischof Adalbero von Brixen die Burg schenkte. Schade ist wie immer bei diesen Burgen, dass man immer irgendwelche Ausstellungen zeigt - aber nie wie es hier einmal ausgesehen hat. Es wäre doch viel interessanter die Räume im “Originalzustand” erkunden zu können (auch wenn es nur Repliken sind).

Sehr sehenswert ist auch die St Martins Kirche - Innen konnte ich heute dort nicht fotografieren, denn die Ostermesse war gerade im Gange.

Die Meisten meiner Fotos zeigen den See und seine Sehenswürdigkeiten, aber am Wegesrand habe ich auch immer etwas zum Fotografieren entdeckt.

Und hier nochmals ein letzter Blick auf diesen schönen Ort - ich komme sicher wieder!

2026 04 03 - Tag 1 - Ljubljana

Das Osterwochenende werde ich dieses Jahr im schönen Slowenien verbringen. Mit dem Zug ist man in 6 Stunden in der Hauptstadt Ljubljana. Bei uns in Österreich sagt man immer noch gerne Laibach.

Ich war schon einmal im Jahr 2019 hier, da habe ich den Weihnachtsmarkt besucht. Diesmal war ich erst einmal auf der Burg die so prominent über der Stadt thront.

Der heutige Grundriss der Laibacher Burg entstand im 15. Jahrhundert, aber die meisten Gebäude stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Man hat von dort oben einen wunderschönen Blick über die Stadt, ansonsten ist es nicht sehr beeindruckend. 

Besiedelt wurde das Gebiet schon ca. 3600 v. Chr. Die Illyrer waren hier, die Kelten und die Römer - auch Iason hat hier angeblich gelebt (ja, das ist der mit den Argonauten aus der griechischen Mythologie)

Architektonisch gibt es hier viel zu sehen, es gibt einiges an Jugendstil Gebäuden - man merkt auch das die Krain (so hieß der Landstrich hier) zu Österreich gehört hat. Aber die vielen Lokale an der Flusspromenade haben dafür ein typisch mediterranes Flair. Ein wirklich schöner Mix.

Der Fluss, dass ist die Ljubljanica. Es wird vermutet, dass der Fluss früher als heilig galt. Es wurden viele Artefakte im Fluss gefunden, die Funde reichen von Gefäßen aus der frühen Römerzeit (10 v. Chr.) bis zu Überresten von Waffen aus dem 17. Jahrhundert.

In der Stadt finden sich überall Drachen. Der Drache findet sich auch im Wappen: Er geht auf eine Legende zurück, der zufolge der griechische Held Jason nach dem Raub des Goldenen Vlieses zur Quelle des Flusses Ljubljanica kam, und dort einen Drachen im Kampf besiegt hat. 

So und nun genug von Ljubljana erzählt. Hier folgen jetzt noch ein paar Impressionen der Altstadt. Morgen geht es dann weiter - und nicht nur mit Ljubljana.