Den heutigen Tag habe ich im schönen Salzburg verbracht - wobei eher im regnerischen Salzburg. Am Vormittag war ich erst einmal im Zoo, und danach im Schlosspark des Schloss Hellbrunn.
1612 wurde Markus Sittikus von Hohenems zum Salzburger Fürsterzbischof gewählt. Er erbaute von 1613 bis 1615 vor den Toren der Stadt Salzburg eine villa suburbana nach italienischem Vorbild. Der Architekt war Santino Solari, er war auch mit dem Neubau des Salzburger Doms beauftragt worden.
Die berühmten Wasserspiele musste ich heute noch auslassen - wie so viele Sehenswürdigkeiten in Österreich starten diese erst am kommenden Wochenende in die Saison. Ich habe diese aber schon einmal besucht, und wer nach Salzburg kommt, sollte sich diese weltweit am besten erhaltenen Wasserspiele der Spätrenaissance unbedingt ansehen.
Am Nachmittag war ich dann in der Stadt unterwegs. Natürlich war ich auch wieder auf der Festung - kein Salzburg Besuch ist komplett ohne den Blick von oben (der kommt dann als Foto weiter unten).
Die Festung Hohensalzburg ist mit über 7.000 m² bebauter Fläche (wenn man die Basteien dazuzählt sind es sogar über 14.000 m²) eine der größten Burganlagen Europas, die ins 11. Jahrhundert zurückreicht.
Schon die Kelten siedelt auf dem heutigen Stadtgebiet, diese verschwanden aber als die Römer hier siedelten. Das römische Salzburg entstand gegen Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr., Plinius der Ältere bezeichnet Juvavum als eine von drei unter Kaiser Claudius zur Stadt erhobenen norischen Gründungen. Auf der Festung Hohensalzburg sind einige Funde gemacht worden, man kann sich hier ein vorerst wohl unbefestigtes Heiligtum vorstellen.
Die Haupteinnahmequellen Salzburgs bildeten Salzgewinnung, der Handel damit sowie der Handel mit Gold, das seit 1300 in den Tauern abgebaut wurde.
Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und seine Nachfolger bauten Salzburg im 17. Jahrhundert zur Residenzstadt aus. In Folge der barocken Baulust entstanden prunkvolle Schlösser und Kirchen, die bis heute das Stadtbild prägen.
Das Schloss Mirabell wurde ursprünglich um 1606 von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau außerhalb der damaligen Stadtmauern für seine Geliebte oder heimliche Ehefrau, Salome Alt, als romantischer Sommerpalast erbaut.
Die Anlage spiegelt das barocke Gestaltungskonzept von Johann Bernhard Fischer von Erlach wider, der ab 1687 die Neugestaltung leitete. Der Name Mirabell ist übrigens ein weiblicher Vorname aus dem Italienischen (mirabile ‚bewundernswert‘ und bella ‚schön‘).
Am Makartplatz blühen zu dieser Zeit die Magnolien. Ein wunderschöner Anblick - und mit diesem Foto beende ich auch meinen Ausflug nach Salzburg - aber ich werde wiederkommen.