14.08.2026 - Tag 2 - Auf den Spuren der Habsburger

Heute wollte ich mich auf die Spuren der Habsburger in Innsbruck begeben. Ganz ist mir das leider nicht gelungen. Angenehm war, das es in der Früh auf dem Weg zum Altstadtkern noch nicht zu heiß war, etwas was man später nicht mehr behaupten konnte.

Auf dem Weg konnte ich wieder einiges Ablichten. Wunderschöne Palais und viele interessante Details sind zu sehen. Man sollte auch überall nach unten schauen. Viele Städte haben interessante Kanaldeckel - so auch Innsbruck.

Bei meiner Habsburg-Tour wurde ich zwei mal ausgebremst. Morgen finden hier einige Veranstaltungen statt, deswegen ist auch einiges gesperrt. So konnte ich nicht ins Goldene Dachl (unten am Ende der Gasse zu sehen). Den Prunkerker hat Kaiser Maximilian I in Auftrag gegeben.

Mein nächstes Ziel - die Hofkirche. Hier befindet sich das Grabmal für Maximilian I. Begraben ist er hier aber nicht sondern in Wiener Neustadt. Er hatte das Grabmal bereits zu seinen Lebzeiten für die St.-Georgs-Kapelle in der Burg in Wiener Neustadt in Auftrag gegeben, das Kunstwerk (so kann man das definitiv nennen) blieb jedoch unvollendet. Erst sein Enkel, Kaiser Ferdinand I., ließ das Prunkgrabmal nach Innsbruck bringen und als Kenotaph in der eigens dafür von ihm erbauten Hofkirche aufstellen.

Ein Kenotaph ist übrigens ein Scheingrab. Dieses hier ist gut gelungen. Rings um das Scheingrab sind 28 überlebensgroße Bronzefiguren gruppiert, ursprünglich sollten es 40 Ahnen und Familienmitglieder sein. Wobei auch König Arthus zu den Ahnen zählt.

Auf der leeren Tumba kniet der Kaiser selbst. Er ist umgeben von 4 Figuren, den Kardinaltugenden. Was ich wieder sehr interessant finde ist, dass auch Ägyptische Gräber von 4 Figuren beschützt wurden (in diesem Fall Göttinnen)

Eigentlich wollte ich dann in die Hofburg um diese zu Besichtigen. Maximilian, Maria Theresia und sogar Sissi haben hier ihre Spuren hinterlassen. Aber leider - auch diese sperrt erst am Sonntag wieder auf - und da bin ich bereits in Kufstein.

Was mir entgangen ist als ich die Geschichte der Philippen Welser gelesen habe, oder zumindest erinnere ich mich nicht daran, ist das sie in der Hofkirche begraben ist. Ihr Grabmal befindet sich in der silbernen Kapelle. Logisch, dass ich dann in “Ihr” Schloss weitergefahren bin: Schloss Ambras.

In der Renaissance wurde die mittelalterliche Burg von Erzherzog Ferdinand II. ausgebaut. Er verwandelte Ambras in ein Prunkschloss und überschrieb es seiner heimlich geehelichten bürgerlichen Frau Philippine Welser.

Sie war eine bürgerliche, eine Tochter der reichen Bankiers- und Handelsdynastie. Somit eigentlich tabu für einen Spross des Erzhauses der Habsburger. Sein Vater Ferdinand, immerhin Kaiser, war nicht sehr erfreut als er es herausfand. Die Kinder der beiden wurden von der Erbfolge ausgeschlossen. 

Erzherzog Ferdinand II war einer der bedeutendsten Sammler der Habsburger-Dynastie. Für die Sammlungen ließ er eigens das Ambraser Unterschloss errichten, einen der frühesten Museumsbauten überhaupt. 

Nach der ausgiebigen Schlossbesichtigung wollte ich der Hitze entfliehen (es hatte über 32 Grad - und jeder der meine Seite verfolgt weiß das ich Hitze nicht mag). Also auf zur Nordkette.

Mit den 3 Bahnen ging es hinauf zum Hafelekar auf 2.256 Meter. Und es war noch immer heiß - ok wir waren bei ca. 22 Grad. In der prallen Sonne ist das noch immer mühsam, sogar die Schafe haben sich im Schatten jeder kleinen Hütte versteckt.

Aber die Aussicht ist ein Traum, und bei der Station Seegrube auf 1.905 Meter habe ich dann ein spätes Mittagessen mit bester Aussicht genossen.

Eigentlich wollte ich noch zur Berg Isel Schanze, aber dafür hat die Zeit nicht mehr gereicht (ich war zu lange am Berg). Morgen geht es dann weiter nach Kufstein.