21.08.2026 - Tag 9 - Werfen Eisriesenwelt

Heute habe ich noch eine Besichtigung erledigt die ich schon länger machen wollte - ich war in der Eisriesenwelt in Werfen. Wer sich jetzt denkt “Aber die Burg da unten, die kennen wir von Gestern!” Ja das ist Richtig. Der Einstieg zum Shuttlebus liegt am Fuße der Burg Hohenwerfen - Wie man sieht, das Wetter war eher Bescheiden - aber wie immer bin ich trocken geblieben und der Regen kam prompt als ich zurück im Hotel war. 

Eins vorweg, man fährt nicht locker flockig zur Höhle, geht rein und geht dort locker eine Stunde spazieren. Beim Besucherzentrum checkt man ein, dann geht es erst mal 20 Minuten bis zur Seilbahn. Die überwindet dann das steilste Stück. Dann geht man wieder 20 Minuten hinauf zum Höhleneingang. Und dort geht es dann erst richtig los: 700 mühsame Stufen hinauf - die man dann auch wieder hinunter muss. Ich bin total fertig heute! 

Die Seilbahn ist übrigens die steilste Seilbahn Österreichs und man überwindet 500 Höhenmeter in nur wenigen Minuten.

Die Eisriesenwelt gilt übrigens mit einer Gesamtlänge von 42 km als die größte Eishöhle der Welt. Sie wurde 1879 durch den Salzburger Naturforscher Anton von Posselt-Czorich entdeckt. Von den 42 km ist nur der erste Kilometer vereist - und dort findet auch die Führung statt.

Das Eis wächst durch den Kamineffekt in der Höhle, der im Winter kalte Luftmassen bis auf etwa 1 km ins Höhleninnere transportiert. Die Kälte wird vom Gestein bis ins Frühjahr gespeichert und wenn es dann draußen bereits wärmer wird und die Schneeschmelze einsetzt, gefriert das Wasser welches durch Spalten und Risse im Fels in die Höhle sickert.

Die Temperatur liegt um den Gefrierpunkt, die maximale Eisdicke liegt bei ca. 8m. Man ist mit kleinen Laternen unterwegs. Und der Guide leuchtet manche Stellen noch zusätzlich aus. Die Fotos sind übrigens nicht illegal entstanden. Es herrscht zwar offiziell eine Fotografier Verbot. Aber bei allen Stopps wo etwas erklärt wurde durften wir dann doch die Kamera zücken. Nur beim Gehen wäre es erstens zu gefährlich (manche starren dann nur mehr auf ihr Handydisplay) und man würde ständig den Verkehr aufhalten. 

Mit den kleinen Grubenlampen kommt man sich irgendwie vor wie Zwerge im Bergwerk. Und ein Mann hinter mir meinte das man sich vorkommt wie in Moria. Worauf ich natürlich sofort mit eingestiegen bin und mit “Ich hoffe wir wecken den Balrog nicht” einen Kommentar abgegeben habe. Für Alle Unwissenden unter den Lesern, lest Herr der Ringe von Tolkien (oder schaut euch zumindest die Filme an) 

Die ersten Führungen in der Eisriesenwelt fanden übrigens bereits im Jahre 1920 statt. Heute sind es bis zu 2500 Gäste pro Tag. Man sollte auf jeden Fall ein Ticket Online reservieren, man braucht einen Timeslot - und die sind schnell ausverkauft. 

Und mit diesem Besuch endet auch meine kleine Österreich Tour - sie wird sicher fortgesetzt, wir haben so schöne Ecken in unserem Land, und so viel zu entdecken. Morgen früh geht es aber erstmal retour nach Wien.